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SSL mit stunnel – https the simple way

Dienstag, Januar 12th, 2010

Hallo,
der eine oder andere Leser hat vielleicht schon mal überlegt einen Webserver zu installieren. Ob jetzt Apache oder lighttpd (oder andere), liegt natürlich bei euch und je nach Anwendungsfall ist der eine oder andere besser geeignet.

Ich will heute nicht auf die Installation eines Webservers eingehen, sondern auf die Installation und Konfiguration von stunnel. Einfach gesagt, statt unverschlüsseltem http ein verschlüsseltes https via Zertifikaten. Ein lauffähiger Webserver wird voraus gesetzt.

Die Anleitung geht von einem Debian Linux oder Ubuntu aus. Stunnel gibt es aber auch für Windows.

Erstmal müssen wir uns um SSL und die Zertifikate kümmern:

sudo openssl req -new -x509 -days 3650 -nodes-out stunnel.pem -keyout stunnel.pem

einfach alle Fragen irgendwiebeantworten und danach per

openssl x509 -subject -dates-fingerprint -in stunnel.pem 

anschauen, was ihr so eingegeben habt. stunnel.pem ist ein frei gewählter Name und kannauch foo.pem genannt werden.
So,jetzt installieren wir stunnel:

sudo aptitude install stunnel4

dann unter “/etc/default/stunnel4″

von ENABLED=0 auf ENABLED= 1

abschließend in  “/etc/stunnel/stunnel.conf” folgendes editieren:


; Certificate/key is needed in server mode and optional in client mode

cert = /etc/stunnel/stunnel.pem
key= /etc/stunnel/stunnel.pem

; Protocol version (all, SSLv2, SSLv3, TLSv1)
sslVersion= SSLv3

; Some security enhancements for UNIX systems - comment them out on Win32
chroot = /var/lib/stunnel4/
setuid = stunnel4
setgid = stunnel4
; PID is created inside chroot jail
pid= /stunnel4.pid

; Some performance tunings
socket = l:TCP_NODELAY=1
socket = r:TCP_NODELAY=1

[https]
accept = 443
connect = 8080

Erklärung: accept = stunnel lauscht auf Port 443 und leitet an connect Port, hier 8080 weiter. Ganz am Anfang müssen natürlich die Dateinamen mitden generierten Zertifikaten übereinstimmen.

Jetzt noch ein freundliches

sudo /etc/init.d/stunnel4 restart

und schon müsstet ihr euch per https://localhost/ verbinden können. Es kommt ein kurzer Hinweis mit einem nicht signierten Zertifikat, das müsst ihr annehmen und schonläuft die verschlüsselte Verbindung.

Mehr Informationen über SSL findet ihr bei www.google.de oder www.bing.de< /A> .

Das wars mit https in 10 Minuten.

Handy Synchronisierung mit Ubuntu, Funambol, Genesis-Sync und dem E71

Sonntag, April 5th, 2009

Per USB oder Bluetooth mit multisync etc. konnte ich mein Nokia E71 nicht mit evolution syncronisieren, deshalb habe ich weiter recherchiert und bin auf funambol gestoßen. Hierbei handelt es sich um die OpenSource Lösung des mobilen Synchronisierungs-Servers von Funambol.
Mein Ziel ist simpel, ich will nur meine Kontakte und Kalendereinträge zwischen meinem Rechner und Handy hin und her synchronisieren. (Es geht jeweils immer nur eine Kategorie, dies sollte von vornherein klar sein!)

Ziel: Kontakte und Kalender bidirektional synchronisieren
Voraussetzungen: Ubuntu, Evolution, WLan mit konfiguriertem Netzwerk und ein Nokia E71(das auch per Wlan ins Internet kann!)

Anmerkung: es gibt viele hilfreiche Dokus! für Windows gibt es auch eine Funambol Version!

Zuerst lädt man sich den funambol Server für Linux runter (https://www.forge.funambol.org/download/), dann installiert man den Server (sudo sh ./funambol-xyz.bin -> am besten man lässt die Standardkonfiguration und installiert alles brav in /opt/Funambol) und öffnet folgende Datei: /opt/Funambol/bin/funambol und passt den FUNAMBOL_HOME Pfad wie folgt an:

FUNAMBOL_HOME=/opt/Funambol

Man kann das oben genannte Skript auch nach /etc/init.d/ kopieren, um den Server einfacher zu starten oder zu stoppen. Mit ps aux | grep funambol könnt ihr einsehen, ob der Server läuft oder wenn ihr nichts geändert habt könnt ihr den Server unter: http://localhost:8080/funambol/ds erreichen.

Ein nettes Admin Tool gibt es auch, hier muss aber eig. nichts angelegt werden, auch nicht das Handy oder ein neuer Benutzer, dies geschieht automatisch (siehe Dokumentation). Das Programm liegt unter /opt/Funambol/admin/bin und dann funamboladmin.

Also der eigene Sync-Server läuft und ist erreichbar, was nun? Wir benötigen noch 2 Programme, also passen wir erstmal die Datei /etc/apt/sources.list an und fügen folgendes hinzu:

#SyncEvolution
deb http://www.estamos.de/download/apt stable main

#genesis-sync
deb http://ppa.launchpad.net/frederik-elwert/ppa/ubuntu intrepid main
deb-src http://ppa.launchpad.net/frederik-elwert/ppa/ubuntu intrepid main

speichern die Datei, aktualisieren apt vie apt-get update und installieren anschließend:

sudo apt-get install syncevolution genesis-sync

Ok, ihr habt es fast geschafft, jetzt startet man genesis-sync (eine GUI für syncevolution), und nutzt bei der Konfiguration das Template für Funambol und tragt als Servernamen ein, was ihr wollt und als Server-Adresse: http://localhost:8080/funambol/ds (auf eurem Handy müsst ihr natürlich die IP des Rechners, auf dem der Server läuft eintragen!). Hier ein paar Screenshots, damit auch nichts schief geht:

config genesis-sync

config genesis-sync

config genesis-sync

config genesis-sync

config genesis-sync

config genesis-sync

Ok, jetzt könnt schon evolution und funambol synchronisieren. Das ist natürlich wichtig, denn der Server erkennt nicht, wann ihr in evolution eine Änderung vor nehmt und es läuft schließlich alles über den Server!

Die Einrichtung im Handy ist denkbar einfach, ihr klickt euch bis zur Synchronisierung und erstellt dort ein neues Profil, gebt die oben genannte Serveradresse ein und bei der Datenbank für die Kontakte: cards und beim Kalender: event (sollte auch logisch sein, wenn ihr genesis-sync konfiguriert!).Screenshots (+ Infos) finden sich hier.

Jetzt könnt ihr alles synchronisieren, das heißt wenn ihr auf eurem Handy einen Kontakt ändert, synchronisiert ihr diesen mit dem Server, dann via genesis-sync den Server mit evolution und dann habt ihr auch den Eintrag in evolution. Und umgekehrt!

Zur Sicherheit sollte man natürlich Backups von Evolution erstellen, mir reichen die Kontakt und Adressdatenbanken unter /home/<user>/.evolution/ und dann die Ordner addressbook und calendar weg sichern und wenn alles schief geht wieder zurück kopieren.

So läuft nun endlich eine reibungslose bidirektionale Synchronisierung! Yeah!

Für Thunderbird gibt es wohl auch gute Lösungen und allgemein werden viele Handys unterstützt, etc. Für mich die absolut beste Lösung, denn Kontakte würde ich nie alle bei irgend einem Anbieter hosten!!!

Quellen die echt helfen:
funambol doku Seite, ubuntu wiki Eintrag zu funambol, und google sicher auch!